... und damit das so bleibt verlost bjudiful gar wunderbare Sachen, um sich selbst zu pimpen. So kann man sich - im Falle wundersamen Losglückes - etwa über gar fabelhafte Bänder freuen, sie um Kopf und Leib wickeln und sich schön fühlen! Oder ein paar Knöpfe, falls einem die eigenen Brustwarzen nicht mehr zusagen... Nunja, möge der gewinnen, der es am Nötigsten habe!
Freitag, 29. Oktober 2010
Montag, 18. Oktober 2010
Anleitung Bommeltuch
Beim Holland-Stoffmarkt hatte ich ja Stoff und Bommelborte ergattert und nun konnte ich mir endlich eine Nähmaschine leihen und habe mich mal ans Werk gewagt! Hier schon mal das Ergebnis:
Bezüglich der Maße habe ich mich an die Maße von FeinesStoeffchen gehalten. Dessen Anleitung ist schon ganz gut, aber ich als Nähanfängerin hatte schon noch ein paar Probleme und deshalb hier eine detaillierte Anleitung für alle, denen es genauso geht:
Also, zuerst Stoff wie bei FeinesStöffchen beschrieben zuschneiden.
Bezüglich des Anbringens der Bommelborte schlägt FeinesStöffchen 2 Varianten vor:
1. Bommelbortenborte vorne sichtbar
2. Bommelbortenborte hinten versteckt; nur die Bommeln gucken vorne raus.
Ich habe eine 3. Variante gewählt: Bommeln UND Bommelbortenborte guckt von hinten "halb" raus. Ich finde dieses Band, an dem die Bommeln befestigt sind, nämlich ganz hübsch, mir ist es aber in seiner Gänze zu breit.
Also: los geht´s mit der Bommelborte:
Bommelborte an eine kurze Seite anlegen. WICHTIG: Die Borte liegt auf der VORDERSEITE auf und die Bommeln liegen AUF DER STOFFSEITE, also gerade nicht so, wie sie später hängen sollen. Die "Fallrichtung" wird in einem 2. Schritt berichtigt. Nun nähen wir auf der Vorderseite in der Mitte eine gerade Naht und befestigen so die Bommelborte.
Wenn die Bommelborte auf diese Weise festgenäht wurde, einfach den Rand nach rechts umklappen. Die Bommeln gucken jetzt in die richtige Richtung. Je nach dem, wo ihr im 1. Schritt die Naht gesetzt habt, könnt ihr nun den Stoff so umklappen, dass man ein kleines Stück des Bommelbortenbandes sieht (vgl. Bild).
Naht wieder von der Vorderseite aus nähen, dabei aufpassen dass ihr das Bommelbortenband hinten trefft.
So müsste das Ganze jetzt von vorne aussehen:
Und so von hinten:
Das auf der anderen "kurzen Seite" wiederholen. Dann die obere "lange Seite" einmal umklappen und festnähen. Hier kommen keine Bommeln hin:
Noch einmal dünn umklappen und festnähen:
Die Ecke habe ich hingewurschtelt:
Und hier nochmal das fertige Bommeltuch:
Wahrscheinlich ist es nicht perfekt und ab und zu ein bißchen schief, aber ich glaube das schadet dem Bommeltuch in keinster Weise!
Sonntag, 17. Oktober 2010
Ostseestrand
Ganz M-V lag am Samstag unter einer Wolkendecke, doch in Warnemünde schien wie immer die Sonne. Nach der Doktorei in der Bibliothek ging es daher vor der Rückfahrt nach Hamburg noch einmal an den Ostseestrand.
Die Weite, die Sonne, das Meer - und der Kopf ist wieder frei!
Freitag, 15. Oktober 2010
Konfus im KZ CC
Hotels mit angeschlossenem Vorlesesaal und Tagungsräumen nennen sich neuerdings „Congress Centrum“. „Warum dieser Anglizismus?“, fragt man sich, vor allem im Zeitalter der Renaissance schlichter deutscher Namen: Bettwäsche kauft man im „Zentrum für Schlafkultur“, die passenden Möbel im „Einrichtung“ gleich nebenan, Kneipen nennen sich „Freundlich und Kompetent“, tanzen tut man im „Klub“ und Cafés heißen schlicht und einfach „Herr Max“. Damit will man sich abheben vom Mief der 90er, als man in Berlin im „Room 1“ schwofte, danach noch ins „Anyway“ einfiel und mit oranger Müllmannweste und Gasmaske massenhaft zur Schaumparty im „Operation Dance Sensation“ pilgerte. Clubs namens „Cream“ werden heute höchstens noch in der schwäbischen Provinz eröffnet und haben mit „Black-and-White-Partys“ Erfolg beim sparsamen, genügsamen Fußvolk.
Ist das Congress Centrum also vielleicht ein Indiz dafür, dass in Hamburg bald auch wieder ein Club names „Cream“ eröffnen wird. Gibt es nicht nur ein Comeback der Boygroup „Nimm das“, sondern auch ein Comeback der Clubs, die ihre Lieder spielten? Nein, der Grund fürs Congress Centrum rührt – wie ja fast alles –aus der lieben alten deutschen Vergangenheit her. Veranstalter kürzen ihre „Locations“ nämlich allzu gern ab und „KZ“ liest man eben nicht gern. CC ist da doch viel hübscher. 2 Runde Bögen, die an den weiblichen Körper erinnern, an Caro Café, an Audré Toutou als Coco Chanel, an den fuchsbraunen, schlappohrigen Cockerspaniel Charlie, an …
Ich find Kongretz-Zentrum trotzdem besser. Ist nicht so gezwungen politisch korrekt und gestelzt. Außerdem sollte man dem Z wieder zu mehr Präsenz im deutschen Sprachgebrauch verhelfen. Ist doch ein wirklich hübscher Buchstabe. Man kann ihn auch im Kopfstand einwandfrei identifizieren und er leitet viele tolle Wörter ein: Zackig, Zauber, Zonnenschein. Und man kann nur eines noch besser schreien als „Zack! Zack! Zack! Zack! Zack!“: „LE-BÄR-WURST!“
Und damit es auch noch was für die Lesemuffel gibt, hier noch ein schönes Bild vom Touristenkutter:
Mittwoch, 13. Oktober 2010
Rot, rot, rot sind alle meine Kleider...
... singt jedenfalls grad der liebe Herbst!
Dieses Prachtexemplar steht zurzeit vor der Bibo:
Und passend dazu dieser wunderbare Blätterreigen:
Montag, 11. Oktober 2010
Ohlsdorfer Friedhof
Der Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg ist der größte Parkfriedhof der Welt und birgt eine Fülle an Skulpturen, einzigartigen Grabmälern und eine unglaublich vielfältige Flora und Fauna. Der Herbst hält nun auch dort Einzug und es ist eine Wohltat, in der Oktobersonne über den laubbedeckten Boden zu waten.
Die TOP 5 der Grabinschriften:
- Gretchen Graul
- Familie Wunderow
- UNBEHAUN
- Familie Lachmann, geziert von einer unglaublich deprimierenden, weinenden Frauengestalt
- Bezirksoberinspektor Schmidt und seine treue Frau
Sonntag, 10. Oktober 2010
Glasuntersetzer
Ja, auch die zahnfee hat einen schönen Eichen-Couchtisch zu hause stehen, auf dem sie keine hässlichen Ränder von Bierflaschen oder Rotweingläsern duldet. Das ist zwar nicht sexy, aber dank der neuen gehäkelten Glasuntersetzer vielleicht ein bißchen weniger unsexy.
Das schöne ist, dass sich die Sammlung ganz schnell ergänzen lässt und damit bei Bedarf auch neue Farbakzente gesetzt werden können - wie man so schön sagt.
Übrigens auch hübsch als Untersetzer für Vasen oder - falls man es vergrößert - als Deckchen.
Allseits hübsch
Ja, ich wiederhole mich, aber ich mag meine Väschen einfach ungemein.
Dieses Mal: Lila Schleicherkraut und Phlox
Freitag, 1. Oktober 2010
Ablenkungen II
●●●
Sie saß dort, mit der Körperfront zur Raummitte. Wollte alles überblicken, nicht sehen, was hinter ihr war. Der Morgensonne waren Wolken gefolgt. Die Wolken hatten Tropfen frei gegeben und die Sonne lag nun umhüllt von Wasser im Verborgenen. Verwunderlich, dass sie dennoch da sein sollte. Zuweilen zweifelte ich daran. Als es dämmerte saß sie dort, mit der Körperfront zur Mitte. Die Lampe, Modell KRANICH, spendete ihr Licht. Melancholie vorspiegelnd blickte sie ins Nichts, suchte etwas, fand es nicht. Der Vogel hielt seinen strahlenden Kopf ganz still vornübergebeugt, stand ganz still, krächzte nicht. Sie dankte ihm nicht, sondern blickte trotzig auf den Bildschirm. Der Trotzkopf – als Kind hatte sie dieses Buch geliebt, verschlungen. Nun arbeitete sie mit Büchern, las - tagein, tagaus - Dutzende von ihnen und fand keine Freude mehr an Worten. Draußen fuhr ein Windstoß durch den alten Ahorn und ließ die Blätter leise schaudern. Ihr zartes Lied wurde beinahe vom Schreien des nassen Asphalts überdeckt, der die Autos forttrug, doch konnte man es hören. Sie hörte es nicht. Dank der Stöpsel in ihren Ohren hörte sie nur noch ihren eigenen Körper, die Welt drang nur durch Watte zu ihr hindurch. Die feinen Lieder der rauschenden Blätter stießen nicht zu ihr hervor. Dafür hörte sie das Arbeiten ihrer Organe, kannte sich nun gut. Konnte gar die eigenen Gedanken hören. Und das war gut.
Erst als sie nach draußen sah, bemerkte sie, dass Regen eingesetzt hatte. Er spülte die warme, weiche Luft des Spätsommers fort und brachte verheißungsvolle Klarheit. Sie hoffte, die Klarheit dränge auch in ihr. Sie brauchte sie, wollte Vollendung. Und mit der Klarheit würde Vollendung kommen. Sie nahm einen kühlenden Atemzug und stürzte sich in die Welt der Buchstaben. Der vernarbte Junge neben ihr war weg. Als sie schließlich ging, war noch jemand da. Heute hatte sie nicht gewonnen. Doch morgen, morgen würde sie als erste hier sein und wenn sie ginge, wäre niemand mehr da. Morgen würde sie - umhüllt von Dunkelheit - als Siegerin den Weg in ihr einsames Zuhause antreten, innerlich strahlend vor Glück. Doch ihre Farblosigkeit (und die Tatsache, dass sich an diesem Ort im Grunde nur jeder für sich selbst interessierte) würde verhindern, dass es jemand sah. Trotzdem würde sie Befriedigung spüren.
●●●
Die junge Frau, die mit ihr im grün-gelb-bunten Glaskasten des Wissens arbeitete, hatte sie angesprochen. Ihre Stimme war beruhigend schön. Zu wissen, wer sie war, war schön. Ihren Namen zu kennen nahm ihr etwas von der Angst, die sie durchfuhr, wenn sie hörte wie sie unaufhörlich auf die Tasten einhämmerte. Die Sonne stieg nun nicht mehr so hoch wie sie es noch im Sommer zu tun gepflegt hatte. Sie schaffte es nicht mehr, über den alten Ahorn zu blicken, sondern blieb hinter seinen Blättern verborgen und schickte nur ein paar wenige Sonnenstrahlen durch das gelbe Glas. Ihr Lernenden, ich bin noch da! Zeit nach draußen zu gehen, hatte sie nicht, aber bestimmt fielen bald die letzten Blätter und dann würde das Licht und die Wärme wieder zu ihr hindurch dringen. Sie mochte das im Grunde genommen nicht, fielen die Strahlen doch immer hinterrücks auf ihren Bildschirm und nahmen ihr so die Sicht. Ja, sie schätzte Tageslicht, der KRANICH konnte das nur in begrenztem Umfange ersetzen. Aber eine Überdosis war dann auch wieder zu viel des Guten. Mich störte all das nicht. Mich erfreute die Sonne, ich sog sie ein, speicherte sie für die grauen Tage, die gewiss noch folgen würden. Ich ergötzte mich an der frischen klaren Luft, die durch den Raum strömte, nahm den Sauerstoff in mich auf. Was mich störte war die Einsamkeit, die Gleichgültigkeit, mit der hier gelebt wurde. Es gab keinen Augenkontakt, ein Lächeln wurde nicht erwidert, man blickte durch den anderen hindurch als sei er unsichtbar, nicht da. Ich ahnte, dass es ansteckend war. Sie war ein Meister in all dem und so wollte ich ihr nicht gegenüber sitzen. Es deprimierte mich. Die Arbeit deprimierte mich. Das Desinteresse, die Unbeweglichkeit. Die Arbeit hatte nichts Körperliches. Das fehlte mir. Wie viele Worte soll ein Mensch angeblich täglich sprechen? Ich weiß es nicht, ich sprach nie, aber vermutlich war das hier, die geschriebenen Zeilen, ein Substitut für das in mir gefangen gehaltene gesprochene Wort. Ich musste fertig werden und ins Leben zurück kehren. Deshalb beende ich jetzt hier das Schreiben
Freitag, 24. September 2010
Ablenkungen
Und dann trank sie Wasser. Ihre Zunge lechzte danach und sie sog es gierig in sich ein, fühlte dessen Kühle, dessen Klarheit. Befriedigt wandte sie sich ab und wühlte nach etwas. Es raschelte und zum Vorschein kamen: Kleine Gumminippel, die in ihren Ohren verschwanden. Und mit ihnen der Lärm der Großstadt. Dann setzte ein plötzliches metallisches Surren ein. Die Stahlketten, die die Fenster trugen, verkrochen sich in ihr Schneckenhaus zurück und nahmen dem Raum die frische Kühle des ersten herbstlichen Morgens. Sie nahm von all dem keine Notiz. Die Silikonwürmchen in ihren Ohren bewahrten sie vor all der Ablenkung, sodass sie ganz in ihrer Arbeit versinken konnte. Zettel sortieren. Sie füllte sie mit hartem, kühlem Blau und nahm ihnen ihre Reinheit, ihre Unbeflecktheit. Draußen war Eile geboten, eine Sirene ertönte, der Junge neben ihr lächelte. Doch sie war ganz in sich. Als sie die Bewerbung fertig geschrieben hatte, schenkte sie ihr in einem letzten Akt ihr Konterfei, schwarz-grau-weiß. Die Farben verhalfen ihrer Feminität zu der notwenigen Souveränität. Doch auch ihr Lächeln konnte eines nicht verbergen: Dass sie im Grunde genommen genau so war wie das Foto: schwarz-grau-weiß. Die Gewohnheit, ausschließlich schwarz und weiß zu tragen, hatte sich irgendwann eingeschlichen. Eben so wie dies Gewohnheiten für gewöhnlich tun. Das Grau steuerte nicht ihre Kleidung bei, das Grau steuerte allein sie bei. Seitdem sie – umgeben von Menschen – in ihrer einsamen Zelle der ablehnenden Arroganz vegetierte, war sie grau geworden. Jeden Tag ein kleines Stück mehr. Nun sah sie aus wie ihr Passfoto: Schwarz-grau-weiß. Vielleicht hatte der Fotograph die Farben gar nicht verändert?
Dann ging sie. Der Lärm, der dann einsetze, entging ihr. Der Junge neben ihr schaute nun konzentriert. Die Narbe neben seiner Nase blieb unbewegt. Auch das entging ihr. Sie war weg. Doch die Dinge, die auf sie warteten, verrieten, dass sie wiederkommen würde. Die Dinge hörten erneut die Sirene. Was war passiert? Dann nahm der Verkehr wieder seine übliche Geschäftigkeit auf und das Brummen setzte ein. Es war nie weg gewesen. Legte sich irgendwo das Großstadttreiben, so sorgte es an anderer Stelle dafür, dass nie Ruhe eintrat. Draußen wurde der Ahorn bunt. Ganz allmählich, aber stetig. Gleichzeitig ließ er seine Blätter ziehen und gab damit den Blick auf sein Innerstes frei. Knochige Äste traten hervor. Doch noch würde es dauern, bis Schnee darauf lag. Der Junge trank. Auch er hielt seinen Gehörgang verschlossen. Wollte kein Geräusch. Wollte nur Wissen. Aus Verständnis würde Erkenntnis werden. Das Wasser tat gut. Und so trank auch ich.
Als sie wiederkam waren die Stöpsel in ihren Ohren verschwunden. Sie wollte wieder teilhaben. Gerne hätte sie frei geatmet, frei gelebt. Doch spürte sie die Fessel um ihrer Brust. Sie zwang sie durchzuhalten, weiterzumachen, nicht aufzugeben, nicht zu verlieren. Es zu schaffen. Dann warteten Erfolg und Anerkennung auf sie. Doch nicht, wenn sie aufgab, wenn sie sich nicht zusammenriss. Und so starrte sie weiter auf ihren Bildschirm und gab Geschäftigkeit vor. Das war es, was hier zählte. Kam man später als andere, wurde man belächelt. Ging man vor den anderen, verlor man. Es war ein Spiel. Sie beherrschte es. Als die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken traten, war eines gewiss: Es würde ein goldener Oktober folgen, doch sie würde ihn durch gelbes Glas erleben. Die hochgewachsene, schlanke Frau mit den intelligenten Augen ihr gegenüber inhalierte die Sonne mit ihrem Gesicht. Die Strahlen erhellten ihr Gemüt und gaben ihr Kraft zum Weitermachen. Sie hatte Angst vor ihr.
Samstag, 18. September 2010
Rat erbeten
Ich denke darüber nach, mir eine Nähmaschine zuzulegen und wollte fragen, ob jemand von euch einen Nähmaschinentipp für mich hat. Da ich blutige Anfängerin bin und noch noch nicht weiß, wieviel Talent ich habe und was ich überhaupt so nähen will (im Moment eigentlich nur ein Bommel-Halstuch), wäre mir ein günstiger Allrounder am liebsten.
Moorgeister
Dienstag, 14. September 2010
Wie ich von Gurkenvergasung zu KATJES kam...
Das T9-Wörterbuch meines Handys kennt nicht die Allerweltsworte „Gurke“, „Gulasch“ oder „Ananas“. Aber nicht nur Nahrungsmittel sind ihm fremd, auch bei „Strumpf“ stellt es sich dumm. „Nazi“, „Jude“ und „Vergasung“ sind ihm indes wohl bekannt. Selbst um die Schreibweise von "Holocaust" und „Inquisition“ weiß es.
Festgestellt habe ich dieses Phänomen, weil mir das Handy stets zuerst „Nazi“ anbot, wenn ich eigentlich das mit der gleichen Tastenkombination erstellbare „Maxi“ in eine SMS tippen wollte. Was hat sich der Programmierer der automatischen Worterkennungsfunktion wohl so gedacht, als er die deutsche Software geschrieben hat? Vielleicht ging er ja davon aus, dass „wir Deutschen“ uns auch in SMS stets mit unserer Vergangenheit beschäftigen und gar nie den Partner bitten, doch noch eine Gurke oder eine Maxi-Packung Damenbinden vom Supermarkt mitzubringen. Verwundert diese doch gerade bei der Gurke deshalb, weil es doch – ganz anders als die Ananas - so ein prachtvolles deutsches Gemüse ist: Das Symbol unserer Manneskraft. Vielleicht hatte der Programmierer ja auch das Bild vom „deutschen Zuhause“ im Kopf: Vatilein verdient money in his tummy und Muttilein düngt derweil die dralle Gurke. Denn dieses macht natürlich die Bitte nach einer Gemüsefrucht vom Supermarkt hinfällig.
Übrigens gab es von KATJES mal „GUM-MÜSE“, das als „köstliches Gemüsefruchtgummi“ beworben wurde und mit den Geschmacksrichtungen Kürbis, Spinat, Tomate und Karotte aufwartete. War allerdings alles andere als köstlich und gab es deshalb auch nur für ganz, ganz kurze Zeit. Der Name allein war mir den Kaufpreis aber schon wert. Jedenfalls schrieb ich eine Feedbackmail an KATJES, in der ich den Geschmack monierte und mich für die Geschmacksrichtung "Pilzbohne" aussprach. Die ANtwort lautete:
"Sehr geehrte Frau Meloni,
vielen Dank für Ihre Mail zu unserem Produkt Gum-müse. Wir freuen uns immer sehr, wenn sich unsere Verbraucher so intensiv mit unseren Produkten beschäftigen.
Wir möchten Ihnen auf jeden Fall in dem Punkt beipflichten, dass der Geschmack außergewöhnlich ist. Wir sind aber wohl der Meinung, dass wir die Geschmacksrichtungen der Gemüsesorten gut getroffen haben. Darüber hinaus ist uns aber bewusst, dass dieses Produkt nicht unbedingt alle Fruchtgummi-Fans anspricht.
Wir hoffen, dass Sie weiterhin ein treuer Fan unserer übrigen Produkte bleiben und wünschen viel Spaß beim Naschen.
Mit freundlichen Grüßen
Katjes Marketing"
Festgestellt habe ich dieses Phänomen, weil mir das Handy stets zuerst „Nazi“ anbot, wenn ich eigentlich das mit der gleichen Tastenkombination erstellbare „Maxi“ in eine SMS tippen wollte. Was hat sich der Programmierer der automatischen Worterkennungsfunktion wohl so gedacht, als er die deutsche Software geschrieben hat? Vielleicht ging er ja davon aus, dass „wir Deutschen“ uns auch in SMS stets mit unserer Vergangenheit beschäftigen und gar nie den Partner bitten, doch noch eine Gurke oder eine Maxi-Packung Damenbinden vom Supermarkt mitzubringen. Verwundert diese doch gerade bei der Gurke deshalb, weil es doch – ganz anders als die Ananas - so ein prachtvolles deutsches Gemüse ist: Das Symbol unserer Manneskraft. Vielleicht hatte der Programmierer ja auch das Bild vom „deutschen Zuhause“ im Kopf: Vatilein verdient money in his tummy und Muttilein düngt derweil die dralle Gurke. Denn dieses macht natürlich die Bitte nach einer Gemüsefrucht vom Supermarkt hinfällig.
Übrigens gab es von KATJES mal „GUM-MÜSE“, das als „köstliches Gemüsefruchtgummi“ beworben wurde und mit den Geschmacksrichtungen Kürbis, Spinat, Tomate und Karotte aufwartete. War allerdings alles andere als köstlich und gab es deshalb auch nur für ganz, ganz kurze Zeit. Der Name allein war mir den Kaufpreis aber schon wert. Jedenfalls schrieb ich eine Feedbackmail an KATJES, in der ich den Geschmack monierte und mich für die Geschmacksrichtung "Pilzbohne" aussprach. Die ANtwort lautete:
"Sehr geehrte Frau Meloni,
vielen Dank für Ihre Mail zu unserem Produkt Gum-müse. Wir freuen uns immer sehr, wenn sich unsere Verbraucher so intensiv mit unseren Produkten beschäftigen.
Wir möchten Ihnen auf jeden Fall in dem Punkt beipflichten, dass der Geschmack außergewöhnlich ist. Wir sind aber wohl der Meinung, dass wir die Geschmacksrichtungen der Gemüsesorten gut getroffen haben. Darüber hinaus ist uns aber bewusst, dass dieses Produkt nicht unbedingt alle Fruchtgummi-Fans anspricht.
Wir hoffen, dass Sie weiterhin ein treuer Fan unserer übrigen Produkte bleiben und wünschen viel Spaß beim Naschen.
Mit freundlichen Grüßen
Katjes Marketing"
Montag, 13. September 2010
Ich war beim
Stoffmarkt Holland!!!
Viel hatte ich von dem sagenumwobenen Paradies für alle Nähmaschinenbesitzerinnen gehört und wartete - in der unsäglichen Freude, endlich auch Bewohnerin einer Stoffmarkt-Holland-Tour-Stadt zu sein - gespannt wie ein Flitzebogen auf MEIN ERSTES MAL.
Vergangenen Samstag war es dann soweit: Ich schwang mich also auf Ulla und wir ritten gemeinsam zum Alsterdorfer Marktplatz - gewappnet mit dem nötigen Kleingeld, einem großen Kofferraum und Stahlspitzen an den Ellenbogen. Denn ja: Wir wollten uns die besten Schnäppchen schnappen.
Doch dort angelangt: Der Schock! Auch andere Stoffverrückte waren schon vor Ort und schnappten nach Luft und Schnäppchen. Ein Gedränge wie sonst nur in Supermärkten, wenn es im September endlich wieder Spekulatius und Lebkuchen gibt!!!
Doch die Stahlspitzen an den Ellenbogen leisteten Schützenhilfe und so ergatterte ich das hier:
Karostoff (5 Euro/m statt 13 Euro im Laden) und Bommelborte (6m für 10 Euro)
Viel hatte ich von dem sagenumwobenen Paradies für alle Nähmaschinenbesitzerinnen gehört und wartete - in der unsäglichen Freude, endlich auch Bewohnerin einer Stoffmarkt-Holland-Tour-Stadt zu sein - gespannt wie ein Flitzebogen auf MEIN ERSTES MAL.
Vergangenen Samstag war es dann soweit: Ich schwang mich also auf Ulla und wir ritten gemeinsam zum Alsterdorfer Marktplatz - gewappnet mit dem nötigen Kleingeld, einem großen Kofferraum und Stahlspitzen an den Ellenbogen. Denn ja: Wir wollten uns die besten Schnäppchen schnappen.
Doch dort angelangt: Der Schock! Auch andere Stoffverrückte waren schon vor Ort und schnappten nach Luft und Schnäppchen. Ein Gedränge wie sonst nur in Supermärkten, wenn es im September endlich wieder Spekulatius und Lebkuchen gibt!!!
Doch die Stahlspitzen an den Ellenbogen leisteten Schützenhilfe und so ergatterte ich das hier:
Karostoff (5 Euro/m statt 13 Euro im Laden) und Bommelborte (6m für 10 Euro)
Punktestoff (5 Euro/m)
Hasenknöpfe (je 30 Cent)
Webband (1,50 Euro/m)
Und am 31.10 kommt er schon wieder...bis dahin muss ich nur noch Nähen lernen!
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